Inhaltsbereich: Energiestadt Thusis
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Reglement Energie Förderung (Neues Fenster)PDF, 34.28 KByte
Die Gemeinde Thusis hat das Energiestadt-Label im Jahre 2004 erstmals erlangt. Im Jahre 2008 konnte das Reaudit erfolgreich durchgeführt.
Im Beisein von Ernst Bachmann, Vorsteher des kantonalen Amtes für Energie und Verkehr, überreichte Sven Frauenfelder von der nationalen Labelkommission Energiestadt Gemeindeammann Oscar Prevost und Gemeinderat Franz Bütler das neue Energiestadt-Label.
Sven Frauenfelder betonte, dass Thusis das Label aus Überzeugung wieder bekommen hat. Waren es 2004 noch 55 Prozentpunkte, die den Ausschlag gaben, sind es jetzt 60. Besonders erwähnenswert hielt Frauenfelder den beispielhaften Nahwärmeverbund, mit dem Thusis 60 Prozent der gemeindeeigenen Liegenschaften mit erneuerbarer Energie versorgt. „Damit sind sie auf Augenhöhe mit der Energiestadt Bern“, lobte er.
Und Ernst Bachmann erwähnte, dass das Vorgehen von Thusis „haargenau dem Leitsatz der Regierung entspricht, wie wir dem Klimawandel begegnen sollten“.
Grundsätze
- Wir schonen unsere natürlichen Lebensgrundlagen und fördern mit einer umweltfreundlichen Politik die Wohn- und Lebensqualität. Dabei schützen wir vor allem unsere Luft, Böden und Gewässer.
- Wir wollen den hohen Stand der Energie- und Wasserversorgung erhalten. Verschiedene Aktivitäten helfen, das Umweltbewusstsein zu fördern und Abfälle möglichst zu vermeiden oder zu vermindern.
- Wir sind bestrebt, die Verkehrsbelastung und die Immissionen im Dorf abzubauen und damit die Wohn- und Lebensqualität in diesem Gebiet zu erhalten. Gleichzeitig wollen wir den öffentlichen Verkehr bedürfnisgerecht ausbauen und den privaten beruhigen.
- Die Informations- und Motivationsarbeit soll intensiviert werden, um auch die Bevölkerung zur effizienten Nutzung der Energie zu sensibilisieren.
- 2000 Watt: Thusis unterstützt die Vision der 2000 Watt Gesellschaft. Von heute 6000 Watt pro Person (CH, 2007) soll der durchschnittliche Leistungsverbrauch pro Einwohner bis Ende des Jahrhunderts auf 2000 Watt reduziert werden.
Konkrete, kontrollierbare Ziele
Label Energiestadt
- Das auf dem Energiestadt-Massnahmenkatalog basierende energiepolitische Aktivitätenprogramm wird jährlich überprüft und überarbeitet.
- Bei den Re-Audits alle vier Jahre soll die Prozentzahl um jeweils mindestens 3%-Punkte verbessert werden.
- Das Label Energiestadt wird gegenüber der Bevölkerung gut kommuniziert. Es ist auf der Homepage, an 10 öffentlichen Standorten und mindestens viermal jährlich in den Medien platziert.
Energie im ganzen Gemeindegebiet
- Bis zum Jahr 2012 soll die gesamthafte Fläche an installierten Sonnenkollektoren gegenüber 2007 massiv vergrössert werden. U.a. soll dies durch verstärkte Bekanntmachung des kantonalen Förderprogramms vorangetrieben werden.
Gemeindeeigene Liegenschaften
- Bei Neu- und Umbauten wird (mindestens) der Minergie-Standard realisiert, sofern dies technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.
- Der Anteil an erneuerbaren Energien soll im Bereich Wärme auf einem hohen Stand erhalten bleiben (über 50%): im Bereich Elektrizität erhöht werden (Ziel: mindestens 7 % Ökostrom).
- Erfolgskontrolle durch Einführung und regelmässige Aktualisierung und Auswertung der Energiebuchhaltung.
Mobilität und Verkehr
- Aufwertung des Zentrums durch Verkehrsentlastung, Verkehrsberuhigung und Gestaltungsmassnahmen.
- Attraktivierung des Langsam- und des öffentlichen Verkehrs.
