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Inhaltsbereich: Energiestadt Thusis

Die Gemeinde Thusis wurde 2004 zum ersten Mal mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet und konnte mit den Re-Audits in den Jahren 2008 und 2012 das Label Energiestadt erfolgreich bestätigen. Mit dem angestrebten Re-Audit 2017 für das Label Energiestadt bestätigt die Gemeinde Thusis ihr energiepolitisches Engagement für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

Das Energieleitbild stellt ein übergeordnetes Instrument dar, welches die Ausrichtung und die Grundsätze der kommunalen Energiepolitik mittel- bis langfristig definiert.

Die Energiepolitischen Ziele 2017-2021 definieren die konkreten Zielsetzungen der Energiestadtkommission in den sechs Energiestadt-Bereichen bis zum nächsten Re-Audit.

Für die Zielerreichung wird ein an die Ziele angepasstes Aktivitätenprogramm erarbeitet, welches der Energiestadtkommission als Planungs- und Umsetzungsinstrument dient.

Das Energieleitbild und die Energiepolitischen Ziele werden von der Energiestadtkommission alle vier Jahre überarbeitet und vom Gemeinderat beschlossen. Das Aktivitätenprogramm wird laufend durch die Energiestadtkommission bearbeitet und so der Umsetzungsgrad der Massnahmen vorangetrieben. Das Energieleitbild und die Energiepolitischen Ziele bilden dabei die Grundlage. Für alle Belange des Projekts Energiestadt ist grundsätzlich der Präsident der Energiestadtkommission zuständig (dieser ist Vertreter des Gemeinderats).

Das Leitbild zur Energiepolitik stellt ein Bekenntnis der Gemeinde für eine Entwicklung in Richtung einer nachhaltigen Energieversorgung und -nutzung im Rahmen des wirtschaftlich und politisch Machbaren dar. Bei sämtlichen direkt oder indirekt energierelevanten politischen Entscheidungen sowie bei der täglichen Arbeit in der Verwaltung ist das Leitbild verbindlich. Das Leitbild wird gegen aussen kommuniziert. Energetisch interessante Beispiele werden publiziert.

Energieleitbild

  • Wir schonen unsere natürlichen Lebensgrundlagen und fördern mit einer umweltfreundlichen Politik die Wohn- und Lebensqualität. Dabei schützen wir vor allem unsere Luft, Böden und Gewässer.
  • Wir wollen den hohen Stand der Energie- und Wasserversorgung erhalten. Verschiedene Aktivitäten helfen, das Umweltbewusstsein zu fördern und Abfälle möglichst zu vermeiden oder zu vermindern.
  • Wir sind bestrebt, die Verkehrsbelastung und die Immissionen im Dorf abzubauen und damit die Wohn- und Lebensqualität in diesem Gebiet zu erhalten. Gleichzeitig wollen wir den öffentlichen Verkehr bedürfnisgerecht ausbauen und den privaten motorisierten Individualverkehr beruhigen.
  • Die Informations- und Motivationsarbeit soll intensiviert werden, um auch die Bevölkerung zur effizienten Nutzung der Energie zu sensibilisieren.
  • 2000 Watt: Thusis unterstützt die auch vom Bund und vom BFE angestrebte Vision der 2000 Watt Gesellschaft. Von heute 6000 Watt pro Person (CH) soll der durchschnittliche Leistungsverbrauch pro Einwohner bis Ende des Jahrhunderts auf 2000 Watt reduziert werden. Für die Gemeinde Thusis heisst dies beispielsweise, dass kommunale Gebäude und Anlagen energieeffizient und mit Einsatz von erneuerbaren Energien gebaut, saniert und betrieben werden, und dass die Bevölkerung mit Informationen und Anreizen unterstützt wird, selbst Massnahmen umzusetzen.
  • Wir setzen uns die Re-Zertifizierung mit dem Label Energiestadt alle vier Jahre als Ziel. Eine kontinuierliche Steigerung der Prozentzahl streben wir an.

Energiepolitische Ziele 2017-2021 in den einzelnen energierelevanten Bereichen

Entwicklung, Raumordnung

  • Die Gemeinde beachtet beim Erlass von Reglementen und Vorschriften die r ationelle Energieanwendung, den Einsatz erneuerbarer Energien und die Energieeffizienz.
  • Die Gemeinde kontrolliert die Baugesuche und die Bauausführungen im Hinblick auf einen sparsamen und umweltschonenden Energieverbrauch.
  • Die Gemeinde erstellt eine Bilanz für die Bereiche Energie und Klima über das gesamte Gemeindegebiet.

Kommunale Gebäude, Anlagen

  • Die Gemeinde nutzt das Kontrollinstrument der Energiebuchhaltung (Ener-Coach) für die Gemeindeliegenschaften. Die daraus resultierenden Ergebnisse fliessen in die Sanierungsplanung ein.
  • Die Gemeinde stellt einen energieoptimierten Betrieb und Unterhalt der gemeindeeigenen Bauten sicher.
  • Die Gemeinde strebt einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien für Wärme und Strom bei kommunalen Gebäuden und Anlagen an (Wärme mindestens 50 %, Strom 100 %). Es wird angestrebt, den Ökostromanteil auf mindestens 20 % zu steigern.
  • Bei Neubauten und Sanierungen gilt der 'Gebäudestandard 201 5' von Energiestadt als behördenverbindliches Instrument. Er ist sofern wirtschaftlich tragbar und technisch realistisch umzusetzen. Abweichungen sind zu begründen.

Versorgung, Entsorgung

  • Die Gemeinde hat das Ziel den Anteil nicht erneuerbarer Energien auf dem gesamten Gemeindegebiet zu reduzieren.
  • Das Ökostrom-Angebot soll vermehrt publik gemacht werden. Bis im Jahr 2020 soll der Absatz pro Einwohner auf 100 kWh pro Jahr gesteigert werden.
  • Bis zum Jahr 2020 soll die gesamthafte Fläche an installierten Solarstromanlagen auf 1 m2 pro Person (entspricht rund 200 Watt installierte Leistung) vergrössert werden.
  • Das gesamte Grüngut soll energetisch optimal genutzt werden.

Mobilität

  • Aufwertung des Zentrums durch Verkehrsentlastung, Verkehrsberuhigung und Gestaltungsmassnahmen wird angestrebt.
  • Steigerung der Attraktivität des Langsam- und des öffentlichen Verkehrs.
  • Die Gemeinde sorgt für einen energieoptimierten Betrieb der Kommunalfahrzeuge.

Interne Organisation

  • Die Gemeinde hat eine Energiestadtkommission. Diese hat gegenüber dem Gemeinderat eine beratende Funktion und verpflichtet sich der Erfolgskontrolle der energiepolitischen Ziele.
  • Das auf dem Energiestadt-Massnahmenkatalog basierende energiepolitische Aktivitätenprogramm wird durch die Energiestadtkommission umgesetzt sowie r egelmässig überprüft und überarbeitet.
  • Soweit dies die Submissionsverordnung erlaubt, soll die lokale Wertschöpfung durch lokale und regionale Beschaffung gestärkt und klima- und energierelevante Kriterien berücksichtigt werden. Der Beschaffungsstandard 2013 (Richtlinien für die ökologische Beschaffung in Gemeinden, Stand: Juli 2013) wird umgesetzt.

Kommunikation, Kooperation

  • Die Energiestadtkommission erarbeitet ein geeignetes Kommunikationskonzept für Energiethemen und setzt dieses konsequent um.
  • Die Energiestadtkommission informiert die Bevölkerung periodisch über die energiepolitischen Themen.
  • Das Label Energiestadt und die damit verbundenen Massnahmen werden gegenüber der Bevölkerung gut kommuniziert. Das Label ist auf der Homepage, an 10 öffentlichen Standorten und mindestens zweimal jährlich in den Medien platziert.
  • Mit interessierten Gruppen und Institutionen im Energiebereich wird der Kontakt gepflegt.

Link

» www.energiestadt.ch(Neues Fenster)

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Öffnungszeiten

Montag und Mittwoch
09:30 - 11:30 Uhr
14:30 - 18:30 Uhr
Freitag
09:30 - 11:30 Uhr
14:30 - 17:00 Uhr

Panotour Neudorfstrasse

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